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Gemeinde Kleinaitingen
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Geschichte


Kleinaitingen ist über 1500 Jahre alt.
In der ersten Hälfte des 6. Jahrhundert n. Chr. begann die Besiedlung des Hochfelds und des Lechfelds durch fränkische Alemannen. Die dabei gegründete Siedlung wurden nach dem Anführern Aido "Aitingen" - das heutige Großaitingen - benannt. Kleinaitingen hat sich wohl sicher vor 900 unserer Zeitrechnung als Schwester- Siedlung von Großaitingen gebildet. Die eigentliche Besiedelung unseres Gebiets fand nach dem Rückzug der Römer mit den germanischen Wanderungen und der Niederlassung der Alemannen in den größeren Flusstälern wie dem der Wertach und des Lechs um 500 nach Christus statt.

Ortschaften, deren Namens-Endungen auf "-ingen" lauten (z.B. Groß- und Kleinaitingen) lassen auf eine erste Besiedelung im 9. Jahrhundert schließen. Die erste urkundlich belegbare Unterscheidung in zwei verschiedene Aitingen lässt sich 1130 finden, als von "Eitingen in minori villa" in einem Güterverzeichnis die Rede ist. Zwischenzeitlich hieß es auch Ostern-Aitingen oder Jungaitingen. Im Jahre 1806 kam Kleinaitingen in Folge der Säkularisation an das Königreich Bayern.
Im August 1818 genehmigte die Regierung des damaligen Oberdonaukreises die Errichtung einer eigenen politischen Gemeinde. 1838 erhielt Kleinaitingen ein eigenes Wappen.
Seit 1975 gehört Kleinaitingen zur Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen.

Die Bevölkerungszahlen stieg in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg sehr stark durch die Aufnahme zahlreicher Vertriebener und Flüchtlinge. In den 50-er Jahren folgte ein Rückgang aufgrund fehlender Arbeits- und Wohnmöglichkeiten. Ab Herbst 1960 ist ein erneuter Anstieg im Zusammenhang mit dem Aufbau des Bundeswehrstandortes Lechfeld-Nord und der neuerbauten Ulrichkaserne erkennbar; Kleinaitingen wurde damit quasi Garnisonsort.
In den letzten drei Jahrzehnten konnten viele Neubürger begrüßt werden, wodurch die Einwohnerzahl erstmals die Tausendermarke überstieg. Einen großen Sprung in der Einwohnerstatistik gab es 1992 durch die Errichtung der Asylbewerber-Unterkunft beim Gutshof Lechfeld; sie bestand bis 2006. So leben derzeit rund 1250 Mitbürger in dem zur Gemeinde Kleinaitingen gehörenden Gebiet.



Noch viel älter ...
Im Gemeindegebiet von Kleinaitingen wurden zahlreiche Funde aus der Bronzezeit gemacht, die von internationaler Bedeutung des Lechfelds in der Vorgeschichte zeugen. Mit zu den ältesten Zeugnissen gehören frühbronzezeitlichen Gräber (ca. 2100 - 1900 v. Chr.), die 1980 und 1981 in der Herbst- und Friedensstraße bei Ausgrabungen zu Tage getreten sind.
Im neu angelegten Gewerbegebiet Nord wurde in den Jahren 2012 bis 2014 ein weiteres Gräberfeld aus der Frühbronzezeit aufgedeckt, das zu den größten und reichsten in Süddeutschland zu zählen ist.

Ein wenig jünger sind die in den Jahren 2004 bis 2007 beim Kiesabbau der Fa. Lauter entdeckten spätbronzezeitlichen Brandbestattungen (ca. 1250 - 800 v. Chr.), die durch ihre reichen Funde ein neues Licht auf die bronzezeitlichen Gemeinschaften in der Siedlungskammer Lechtal werfen. (Ken Massy, LMU München, 2014).
Nach jüngster Erkenntnis gab es im Lechfeld alle 500 m einen Bauernhof mit eigenem Friedhof.
Auch Grabhügel aus der Hallsteinzeit sowie Keltengräber (500 - 400 v. Chr.) zwischen dem Handtuchwald und dem Gutshof Lechfeld weisen auf früheste Besiedelung hin.



Vom Lechfeld als militärischem Standort kann erstmals 1866 gesprochen werden, als hier während des preusisch-süddeutschen Krieges 10 000 Soldaten stationiert waren. Der Ausbau des Standortes wurde nach dem Krieg 1870/71 voran getrieben. 1960 wurde die Ulrichkaserne in Lechfeld-Nord eingeweiht.
Das Lechfeld ist heute ein NATO-Flugplatz und beherbergte bis 2013 das Jagdbomber Geschwader 32 ECR.
Der Gutshof Lechfeld wurde 1935 zur Versorgung des Fliegerhorstes Lager Lechfeld gebaut.

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Rathausplatz 1
86507 Kleinaitingen
Tel.: 08203 95037-0
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