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Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen
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Geschichte


Die Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Großaitingen, besteht seit dem 01. Mai 1978 und umfasst die selbständigen Mitgliedsgemeinden Großaitingen (mit ihren eingemeindeten Ortsteilen Reinhartshofen und Hardt), Kleinaitingen (mit dem Gutshof Lechfeld und der Ulrichskaserne) und Oberottmarshausen. Im Gebiet unserer Verwaltungsgemeinschaft wohnen nahezu fast 8000 Einwohner.

Unsere drei Mitgliedsgemeinden liegen auf geschichtsträchtigem Boden:
Unmittelbaröstlich von Oberottmarshausen und Kleinaitingen verläuft die historische Fernstraße "VIA CLAUDIA AUGUSTA", die die römische Provinzhauptstadt "AUGUSTA VINDELICUM" (Augsburg) mit dem alten Römerreich verband. Fast 1700 Jahre diente diese Straße den Reisenden und Fuhrleuten. Die Straßentrasse ist in den beiden Lechfeldgemeinden auch heute noch vorhanden und wird jetzt als Radwanderweg genutzt. Das Lechfeld ist aber auch bekannt geworden durch die Ungarnschlacht im Jahr 955 sowie die gleichnamigen Militärstandorte und den NATO-Flugplatz.

Aber auch in Großaitingen sind Spuren der Römerzeit vorhanden, was Gräber- und Siedlungsreste entlang der Römerstraße von Augsburg nach Kempten, die direkt durch Großaitingen verlief, bezeugen.

Die eigentliche Besiedelung unseres Gebiets fand nach dem Rückzug der Römer mit den germanischen Wanderungen und der Niederlassung der Alemannen in den größeren Flusstälern wie dem der Wertach und des Lechs um 500 nach Christus statt. Ortschaften, deren Namensendungen auf "-ingen" lauten (z.B. Großaitingen, Kleinaitingen) lassen auf eine erste Besiedelung in diesem Jahrhundert schließen. Ortsnamen mit den Endungen "-hofen" (z.B. Reinhartshofen) oder "-hausen" (wie Oberottmarshausen) deuten auf die Zeit um 900 nach Christus hin. Mit Sicherheit ist anzunehmen, dass Großaitingen eine alemannisch-germanische Ursiedlung ist, welche von der Sippe eines gewissen Aido um das Jahr 500 nach Christus gegründet wurde. Die Urmark reichte vom Lech bis zu den Waldungen süd- und südwestlich des Eggerhofs (Schwarzachtal).

Um die Mitte des 6. Jahrhunderts kam unser Land unter die Herrschaft der Franken. Die christliche Lehre wurde verkündet und eine lebhafte Ausbauzeit, verbunden mit der ersten großen Rodungsperiode, setzte ein.

Erstmals schriftlich belegt ist Großaitingen (damals "Etigga" genannt) um 972/973 nach Christus in der Lebensbeschreibung des Fürstbischofs Ulrich von Augsburg. Kleinaitingen hat sich einige Zeit später als Schwestersiedlung von Großaitingen gebildet. Die erste urkundlich belegbare Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinaitingen lässt sich 1130 nach Christus finden. Auch bei Reinhartshofen handelt es sich um eine Schwestersiedlung von Großaitingen. Die erste schriftliche Erwähnung Reinhartshofens findet sich in einer Urkunde, die auf das Jahr 981 nach Christus zurückdatiert wurde. Beide Schwestersiedlungen befanden sich im Bereich der Urmark von Großaitingen.

Die Entstehung von Oberottmarshausen geht etwa auf die Zeit um 800 nach Christus zurück. Damals hat sich die alemannische Sippe der Warinaga geteilt und ostwärts von Wehringen die Sippe des Othmars angesiedelt (früher: Ottmarshausen).

Im Jahr 1803 endete die Herrschaft durch das Hohe Domkapitel bzw. die Fürstbischöfe von Augsburg und Großaitingen (einschl. Reinhartshofen und Hardt), Kleinaitingen und Oberottmarshausen wurden bayerische Gemeinden.

Landschaftlich ist das Gebiet unserer Mitgliedsgemeinden in mehrere Naturräume gegliedert:
Im Osten, begrenzt durch den Lech, befindet sich das Lechfeld. Daran schließt sich Richtung Westen die Lech-Wertach-Ebene (auch Augsburger Hochterrasse oder Hochfeld genannt) mit dem Wertachtal an. Westlich der Wertach beginnt die bewaldete Riedellandschaft der Stauden (mit den Tälern der Anhauser Baches und der Schwarzach). Markanteste Grenze ist hier die von Nord nach Süd verlaufende Hangleite des Wertachtals zwischen Reinhartshofen und Großaitingen, welche die Riedellandschaft der Stauden (Naturpark "Augsburg Westliche Wälder") im Westen von der Wertachtalebene im Osten trennt. Aber auch die Terrassenkante am Westrand von Oberottmarshausen und Kleinaitingen, welche den Übergang von der Augsburger Hochterrasse zur Niederterrasse des Lechfelds darstellt, bildet markante Strukturen im ansonsten ebenen und weiträumigen Hochterrassengebiet mit guten Ackerböden und intensiver landwirtschaftlicher Nutzung.

Aktuelle Situation:
Unsere Gemeinden liegen ca. zwölf Kilometer südlich von Augsburg und sind über die Bundesstraße 17 (Augsburg - Landsberg) und die Staatsstraße 2035 (Augsburg - Türkheim) verkehrsgünstig zu erreichen. In Oberottmarshausen ist eine Haltestelle der Lechfeldbahn vorhanden. Auf Grund der geographischen Lage sind unsere Gemeinden auch idealer Ausgangspunkt für vielfältige Ausflugsmöglichkeiten, sei es in das Naherholungsgebiet der Stauden (Naturpark "Augsburg westliche Wälder") und die Lechstauseen und -auen oder an die oberbayerischen Seen und in die herrliche Alpenwelt mit ihren Sehenswürdigkeiten, allen voran den Königsschlössern bei Füssen. Bedingt durch die Nähe zur bayerisch-schwäbischen Bezirkshauptstadt Augsburg unterliegen unsere Orte einem starken Zuzugs- und Baudruck. Unsere Mitgliedsgemeinden sind daher ständig gefordert und kommen der Forderung auch nach, die kommunale Infrastruktur stets auf dem aktuellen Stand zu halten.

Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen
VG Großaitingen
Am Alten Markt 3
86845 Großaitingen
Tel.: 08203 9600-0
E-Mail: Kontakt
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Am Alten Markt 3 | 86845 Großaitingen | Tel.: 08203 9600-0 | E-Mail: Kontakt

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