Was war los am Krötenzaun?

Mitteilung vom 23.4.2018


Mit witterungsbedingter Verspätung startete die Amphibienwanderung an den Sammelstrecken Reinhartshofen und Waldberg/Klimmach in der Nacht vom 26. auf den 27. März. Immerhin noch pünktlich zu der vom Bund Naturschutz in Bayern, Ortsgruppe Großaitingen, angebotenen öffentlichen Führung an der Strecke zwischen Waldberg und Klimmach. Trotz kühler Temperaturen wagten es insgesamt 34 Interessierte den in unserer Gegend vorkommenden Amphibien, dem Grasfrosch, der Erdkröte, dem Teich- und dem Bergmolch, zu begegnen. Nach einer informativen Einführung über das Aussehen und Erkennen der Amphibien und der Erklärung des Sammelprinzips, wurden 3 Sammelgruppen gebildet. Mit großem Engagement und ohne Berührungsängste konnten innerhalb kürzester Zeit alle vier Arten gefunden werden. Nachdem alle Sammelgruppen sich wieder am Laichweiher eingefunden und die Amphibien ausgiebig betrachtet hatten, wurden diese gezählt und schonend in den Weiher eingesetzt. Insgesamt wurden über 70 Tiere gesammelt, wobei die größte Attraktion die kleinen Molche waren, welche auf den warmen Handflächen der Kinder schnell sehr beweglich wurden.
Als besondere Veranstaltung wurde in diesem Jahre erstmals Schülern und Eltern der 5. Klassen des Leonhard-Wagner-Gymnasiums ermöglicht, einen Sammeltag, mit Morgen- und Abendsammlung, unter Anleitung in eigener Regie zu übernehmen. Hierbei wurden in 5 Stunden 794 Amphibien eingesammelt und sicher zum Laichweiher gebracht. Alle Beteiligten hatten viel Spaß, und konnten einiges rund um die Amphibien und deren Schutz lernen.
Bei der Vorbereitung der Sammelstrecke wurden leider wie jedes Jahr auch mehrere Kübel an Müll eingesammelt. Hauptsächlich waren dies Kunststoffverpackungen, Dosen und Flaschen, die wohl aus vorbeifahrenden Autos unachtsam und zu Lasten der Natur entsorgt wurden.
Die diesjährige Amphibienwanderung ist nun soweit abgeschlossen. Das Sammelergebnis beider Sammelstrecken mit insgesamt 7.000 Tieren, weist auf eine gesunde Population von Erdkröten hin. Bei den Grasfröschen ist jedoch seit Jahren ein klarer Rückgang zu verzeichnen. Dieser Trend setzte sich auch in diesem Jahr, mitverursacht durch den langen Winter, fort.





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